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Traditionelles Kunsthandwerk erleben

Weil das Haus Maeda in der Tokugawa-Zeit (1603-1868) nach dem Tokugawa-Clan das zweitgrößte Lehnsfürstentum hatte, wurde es Kaga Hyakumangoku (Kaga, dass 1 Million Reiseinheiten [1 Einheit = 180 l] an die Tokugawa abzuleisten hatte) genannt. Es wurde als Tozama-Daimyō (einem Lehnsfürstentum, der erst nach der entscheidenden Schlacht von Sekigahara im Jahr 1600 auf die Seite des Shōgunats überwechselte und diesem dann diente) stets mit wachsamen Blick von der Shōgunatsregierung beobachtet. Aus diesem Grunde strebten Generationen von Kaga-Feudalherren durch eine Mäßigung ihrer Zurschaustellung der militärischen Stärke eine Beschwichtigung der Shōgunatsregierung an, nachzuweisen, dass sie keinen Verrat begehen würden und auch sonst keine Ambitionen hegten, wobei vor allem der dritte Feudalherr Maeda Toshitsune Maßnahmen zur Förderung der Kultur ergriff und diese der gesamten Welt zeigte.

 

Basierend auf diesen kulturellen Fördermaßnahmen und einer wohlhabenden Ökonomie sind in der Präfektur Ishikawa viele weltweit einmalige traditionelle Handwerkskünste, wie den Lackwaren aus Wajima, dem Kutani-Porzellan oder auch dem Blattgold aus Kanazawa am Leben geblieben. Darunter befinden sich 10 Waren, die in der nationalen Liste der traditionellen Kunsthandwerksgüter, 6, die auf der präfekturalen Liste stehen und 20 besonders seltene kunsthandwerkliche Artefakte.

Zunächst möchten wir einige Worte über das  “Kanazawa-Blattgold” verlieren. Mehr als 99% des in Japan hergestellten Blattgolds ist Blattgold aus Kanazawa. Es wird bei der Vergoldung von Lackwaren, in der Lackmalerei, in buddhistischen Altären, bei der Herstellung des Kutani-Porzellans verwendet, aber darüber hinaus auch im Goldenen Pavillon in Kyōto (Kinkakuji) und auch im Tōshogū-Schrein in Nikko (Präfektur Tochigi). In vielen Bereichen erschafft es so einen edlen Glanz. Weiterhin gibt in der Stadt Kanazawa viele Geschäfte, in denen man für circa eine Stunde das Blattgoldschlagen ausprobieren oder beim Herstellungsprozess über die Schulter schauen kann.

Als nächstes einiges zu die Lackwaren aus Wajima. Die Wajima-Lackwaren sind als bedeutendes geistiges Kulturgut weltweit unter diesem Namen bekannt. Bis das Produkt vollständig fertig ist, sind mehr als einhundert Handgriffe notwendig. Zusätzlich zu den Kunstgegenständen, bei denen reichlich traditionelle Handswerkstechniken angewandt wurden, entstehen jedoch auch jüngst vor allem aus den Kreisen der  jungen Generation Kunstwerke und Lackwaren für den Alltag, die dem modernen Empfinden angepasst sind. Darüber hinaus kann man in vielen Geschäften in der Stadt Wajima selbst einmal das Aufbringen von Mustern auf die Wajima-Lackwaren ausprobieren oder aber auch die Handwerkern bei ihrer Arbeit beobachten.

 

Dem nicht genug, werden in der Präfektur Ishikawa auch heute noch vielerlei traditionelle Handwerksgewerke weitergegeben, weshalb sie diese unbesorgt erleben können. Wir würden uns sehr freuen, wenn sie bei einem Besuch in der Präfektur Ishikawa einmal die Gelegenheit nutzen, an solch einem Erlebnis teilzunehmen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Museum für traditionelle Künste und Handwerke der Präfektur Ishikawa unter (auf Englisch) unter

http://www.ishikawa-densankan.jp/index.php( External link )