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Kultur/Geschichte

Die Kultur und Geschichte der Präfektur Ishikawa ist eng mit dem Hause Maeda, dem Fürstenhaus des Kaga-Lehens verbunden, das während der Edo-Zeit (1603-1868) über Ishikawa geherrscht hat. Das Haus Maeda, die größten Feudalherren nach dem Hause Tokugawa, wurde wegen seines außerordentlichen Reichtums auch als „Kaga-hyakuman-goku“ (Kaga mit 1 Millionen Koku) bezeichnet. Die Maeda zählten zu den Daimyo, die bei der Schlacht von Sekigahara (1600) zunächst nicht auf Seiten von Tokugawa Ieyasu gestanden hatten. Vom Shogunat wurden sie deshalb mit großer Wachsamkeit beäugt. Um beim Shogun nicht den Verdacht von politischen Ambitionen und Verschwörung aufkommen zu lassen, widmeten sich die Maeda, besonders unter dem dritten Daimyo Maeda Toshitsune, intensiv der Förderung der Künste. Die Maeda-Fürsten bauten die Kanazawa-Burg und die Burgstadt aus, holten sich die besten Kunsthandwerker aus Kyoto und Edo und gründeten eigene Werkstätten zur Förderung des Kunsthandwerks. Die Kulturförderung war zunächst eine Strategie der Maeda, um dem Edo-Shogunat ihre friedlichen Absichten zu demonstrieren. Dies bildet die Basis, auf der in Ishikawa noch heute Teezeremonie und Noh-Theater aktiv lebendig sind. Für die Ausübung dieser Künste waren diverse Utensilien notwendig, die zahlreiche Kunsthandwerke aufblühen ließen. Kanazawa-Blattgold, Kanazawa-Lackkunst, Kaga-Yuzen Färbekunst und Kutani-Porzellan sind nur vier von insgesamt zehn staatlich designierten traditionellen Kunsthandwerken, eine Zahl, die landesweit nur von Kyoto übertroffen wird.

Noto und Umgebung

Die Noto-Halbinsel ist reich mit Meeres- und Bergfrüchten gesegnet, was eine hohe Esskultur begründete. Zugleich zeugen Wajima-Lackkunst und Nanao-Altäre von einer langen Tradition an hochwertigem Kunsthandwerk.

Kanazawa und Umgebung

Das kulturelle und historische Erbe der Feudalzeit ist in Kanazawa noch heute höchst lebendig. Davon zeugen u.a. das elegante und feierliche Noh-Theater, die Tänze und das raffiniert-ästhetische traditionelle Kunsthandwerk.

Kaga / Hakusan und Umgebung

Kaga hat lebende Nationalschätze in Yamanaka-Lackkunst und Kutani-Porzellan hervorgebracht.

Empfohlene Sehenswürdigkeiten

Kenrokuen

Der Kenroku-Garten ist einer der repräsentativen privaten Gartenanlage aus der Edozeit,dessen Besonderheiten auch heute noch erhalten sind. Er gehört mit dem Kairaku-Garten in der Stadt Mito und dem Koraku-Garten in der Stadt Okayama zu den drei berühmten Gartenanlagen Japans.

Haupthaus der Kamitokikuni-Familie

Ein prachtvolles Anwesen der Tokikuni-Oberfamilie („kami“ verweist hier darauf,dass es sich hier um die oberste Familie im Tokikuni-Clan handelt),die als Nachfahren des Generals Taira no Tokitada der Familie Taira gelten,welcher nach der Entscheidungsschlacht in der Bucht „Dan no ura“ nach Noto geschickt wurde. (Im Jahr 1185 trugen die Familien Taira und Minamoto die entscheidende Schlacht um die Vorherrschaft im damaligen Japan aus,aus welchen die Minamoto-Familie als Sieger hervorging.)

Haus der Familie Kita

Bei diesem Haus handelt es sich um das Wohnhaus des obersten Dorfvorsteher,der das „Kaga Hyakumangoku” unterstützte. (Eine historische Bezeichnung,die auf die Größe des alten Feudallehens Kaga verweist: „Goku“ ist eine alte Maßeinheit für Reismengen,die an die Shogun-Familie weitergereicht werden mussten. Das Lehen Kaga war in der Lage,1.000.000,hyakuman auf Japanisch,dieser „goku“ zu leisten.) Auf Befehl des regionalen Feudalherrens errichtet,sollte es als ein der Familie des obersten Dorfvorstehers angemessenes Haus erbaut werden. Seither steht es schon 300 Jahre in dieser Form.

Nagamachi buke yashiki (Nagamachi-Samurai-Viertel)

Hierbei handelt es sich die Reste der Häuser von Lehensherren und Samurai der mittleren Schichten aus der Provinz Kaga. Diese Ecke der Stadt sieht jetzt wahrscheinlich noch so aus,wie zu Zeiten der Burgstadt. Die verwinkelten Gassen in Form des Buchstabens „T“ oder „L“ waren typisch für die damalige Zeit. Die Eingänge der Samurai-Häuser und deren Baustil haben sich in den letzten 400 Jahren nicht verändert.

Ataka no seki Grenzstation

Die Ataka no seki Grenzstation wurde durch das Kabuki-Stück „Kanjinchō“ sehr berühmt. Auch nach 800 Jahren steht sie noch auf einem Sandhügel im Wald gegenüber des Japanischen Meeres. Besucher können den Geist und die Dramatik von Benkei,Yoshitsune und des Torwächters Togashi spüren.

Hashitate Fischereihafen

Hier findet man ein ländliches Stadtbild,Dächer mit roten Ziegeln und Häuser,die alle Schönheiten der Seefahrer vereinen.